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Imponierender Start – Ziel – Sieg des souverän aufspielenden HTV Meißenheim in der Sulzberghalle
Es war spielerisch kein gutes Derby und auch die Spannung fehlte in dieser Begegnung. Nach der frühen Verletzung von Oliver Fimm und der roten Karte in der 15. Minute für Dennis Faißt waren die Siegchancen für den TV Sulz bereits in der ersten Halbzeit auf ein Minimum gesunken. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem 27:34 (12:15). “Wir könnten jetzt noch spielen und würden nicht gewinnen“, sagte Franz Richini eine gute, halbe Stunde nach dem Abpfiff. Damit brachte er das Spiel in einem Satz auf den Punkt. Von Beginn an trat der HTV Meißenheim selbstbewusster und cleverer auf als die Hausherren. Während sich Sulz um die Tore mühen musste, kamen die Gäste aus dem Ried zu einfachen Toren. Schon früh hatte man das Gefühl, dass der HTV seinen Turbo nur einschaltete wenn es notwendig war. Nach dem 0:1 konnten die Hausherren über ein 2:3 und 4:5 das Ergebnis noch eng gestalten, dann setzte sich der HTV Meißenheim mit 4 Toren in Serie ab. Ein Polster, welches bis zur Halbzeit nur um ein Tor vom TV Sulz reduziert werden konnte. Zwar hatten die Einheimischen immer wieder ein paar Highlights aber der HTV lief rund wie eine Maschine. Daran konnte auch die von den Sulzer Fans angezweifelte rote Karte gegen Dennis Faißt nichts beschönigen, die angeblich eine Benachteiligung für die Lahrer Vorstädter war. Das 10:6 erzielte Martin Geppert in der 20. Minute per Siebenmeter durch die Beine von Torhüter Timo Heinrich. Das war frech und cool gleichzeitig, zudem unterstrich es die imponierende Körpersprache der Meißenheimer, die auch in Unterzahl zu ihren Toren kamen. Mit einer direkten Manndeckung gegen Martin Geppert ab der 24. Minute versuchte der TV Sulz einen Bruch im Spiel des HTV zu erreichen, doch es blieb beim Versuch. Mit dem 12:15 ging es zum Pausentee, Witali Mirau hatte mit dem Halbzeitpfiff den Zwischenstand hergestellt.. Ein Strohfeuer brannte der TV Sulz zu Beginn der zweiten Halbzeit ab. Witali Mirau und Timo Faißt war es zu verdanken, dass die Sulzer beim 15:16 (34.) wieder auf ein Tor herankommen konnten. Damit war das Pulver aber schon verschossen. Meißenheim reagierte mit drei Toren in Folge und war beim 16:19 schon wieder in Sicherheit. Den endgültigen Todesstoß versetzte der HTV seinem Gegner nach dem 18:20 (40.). Beim 18:26, nach einer siebenminütigen Torflaute der Sulzer, war das Spiel gelaufen, technische Fehler der Sulzer Spieler hatten ihre Spuren hinterlassen. Halbherzige Würfe, Fangfehler und auch ein bisschen Pech hatten das Spiel entschieden. Der HTV spielte locker die Zeit herunter und konterte den TV Sulz aus. Erst beim 20:29 und 21:30, als ein 10-Tore-Abstand drohte, kam Sulz nochmals zu Toren. Es war lediglich Ergebniskosmetik, da der HTV schon im Leerlauf agierte. Das 27:34 geht daher in Ordnung, wenngleich sich keine der beiden Mannschaften, handballerisch ein Bein ausgerissen hatte.
TV Sulz: Timo Heinrich, Stephan Richini; Maximilian Betzler 11/2, Witali Mirau 4, Timo Faißt 3, Kay Wacker 2, Marius Richini 2, Florian König 2, Yannick Schwendemann 1, Oliver Fimm 1, Gregor Roll 1, Dennis Faißt, Sebastian Betzler, Gleb Sergev.
Zeitstrafen 3, Rote Karte ohne Bericht: 1
HTV Meißenheim: Daniel Velz, Dominik Kässinger; Martin Geppert 9/2, Häß Timo 7/1, Manuel Hügli 7, Kevin Fortin 6, Steffen Gambert 1, Steffen Bertsch 1, Mike Wilhelm, Nico Baumann, Patrick Karl, Florian Engel 4.
Zeitstrafen: 4
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