TV-Jahresfeier 10
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Tolles Programm mit Blaulicht und Martinshorn

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Irgendwo im Nirgendwo: Abschlussfeier des TV Sulz mit Theater.

Theaterspieler des TV Sulz haben am Samstagabend mit einer tragischen Verwechslungskomödie die voll be-setzte Sulzberghalle zum Beben und die Zuschauer zum Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht. Doch zuerst waren die Cheerleader an der Reihe, die mit "Dance for you" den Abend eröffneten.TV-Fans wissen um die Tanzstärke der Truppe von Melanie Schmieder und Lisa Beltz. Mit einem Schlag wird es stock-dunkel in der Sulzberghalle, kaum dass der Vorsitzende des TV-Sulz, Oswin Faißt, seine Begrüßung zur Jahresabschlussfeier beendet hat. Ohrenbetäubender Lärm, quietschende Reifen, Martinshorn und Blaulicht lassen aufhorchen. Alle blicken auf die Straße. Zur Tür stolpert ein Mit-dreißiger rein. Es ist Markus Walther, gespielt von Eckhard Kindle.Er ist auf dem Weg zum Antrittsbesuch bei seinen Schwiegereltern in spe. Ein Verkehrsunfall hat seinem jungen Leben ein jähes Ende gesetzt. Totenstille herrscht in der Sulzberghalle. Gerade vom Schrecken erholt, werden die Zuschauer von einem Höllenlärm überrascht. Siegfried Wacker als Höllenfahrer chauffiert auf einem Chopper zu rockigen Klängen von AC/DCs "Highway to hell" Carmen Wenz alias Frau Düwel direkt in den Kultursaal der Sulzberghalle. Teuf-lisch gut das Outfit und der Auftritt des Höllenengels. Das Publikum ist begeistert. Die rechte Hand des Teufels blickt in ihr Schwarzes Buch und sieht Markus Walther schon als ihren Kandidaten für das Jenseits. Der Grund: Seine sündige Lebensführung.Da hat sie die Rechnung ohne ihren schärfsten Konkurrenten gemacht. Grade rechtzeitig düst Norbert Richini als Herr Engelen mit Sauseschritt via Cityroller auf seinem Himmelsritt direkt in das Geschehen. Das Publikum lacht. Beide feilschen um ihren Kandidaten, müssen sich aber mit einem Patt zufrieden geben. Da kommt für Markus Walther die alles entscheidende Frage: "Himmel oder Hölle?" Nur 24 Stunden bleiben ihm, um sich zu bewähren. Unwahrheiten, auch Gefälligkeitslügen sind tabu, sonst bleibt der Weg in den Himmel versperrt. Der Vorhang fällt. Schauspielerische Leistung und Wortwitz werden mit spontanem Applaus und Jubelpfiffen belohnt.Mit dem zweiten Akt beginnt das Spiel von Illusion und Desillusion. Es geht um Beziehungsprobleme und Offenheit in der Familie Gerken. Treu oder untreu, das ist die zentrale Frage, die es zu klären gilt. Herrscht nicht schon im Wohnzimmer der Familie Gerken die Hölle auf Erden? "Familientreffen können höchst interessant sein, insbesondere, wenn es um Wahrheiten geht", findet Herr Engelen und Frau Düwel meint: "Das kann ein höllischer Spaß werden." Es wurde ein teuflisches Vergnügen. Man erkennt die Handschrift, die dahintersteckt: Ludwig Griesbaum, seit 30 Jahren der Theatermann beim MGV Schuttertal, führte mit dem Stück "Irgendwo im Nirgendwo" zum sechsten Mal Regie in Sulz. Er wird der "Schleifer" genannt. Das zeigt seinen Hang zur Perfektion. "Da muss jedes Detail stimmen", nickt die Theatertruppe. Der Applaus bestätigt die Arbeit des Regisseurs. Immerhin haben sie unterstützt von Souffleuse Marita Kollmer in ihrer Freizeit in vier Wochen 16 Proben nicht unter zwei Stunden absolviert."Chapeau" zollt nicht nur Altortsvorsteher Johannes Haller den Laienschauspielern Respekt. Gaby Billion fand den Einsatz von Diaprojektion, Laptop und das Spiel außerhalb der Bühne "echt gut". Ob Markus seine Katrin bekommen hat? Das wissen die Götter. Was ganz sicher ist: Oswin Faißt hat nach diesem Erfolg dem Schuttertäler Regisseur gleich die Zusage abverlangt, im nächsten Jahr wieder mit von der Partie zu sein.  

Presseberichte

2010-Vereinsfeier-TV-6

Montag, 29.11.2010: Veröffentlicht durch die Badische Zeitung

2010-Vereinsfeier-TV-9

Montag, 29.11.2010: Veröffentlicht durch den Lahrer Anzeiger

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Bisher keine Veröffentlicht durch die Lahrer Zeitung