Vereinsfeier
Jahresfeier-2008-TV Sulz-1

Bei der Vereinsjahresfeier des TV Sulz:

Die bewährte Theatergruppe hatte die Lacher sicher auf ihrer Seite

Lahr-Sulz(dfl). Zu einem Höhepunkt des Vereinsjahrs wurde wieder einmal die Jahresfeier des Turnverein Sulz für seine Mitglieder und Freunde, die im Kulturteil der Sulzberghalle stattfand.  Im Mittelpunkt des mehrstündigen Unterhaltungsprogramms stand die Aufführung des Bayrischen Lustspiels „Sommernachsträume in Semmelreuth“ von Carmen Mayer, das Regisseur Ludwig Griesbaum dann gezielt auf Sulz zuschnitt und traf dabei wieder einmal ganz genau ins Schwarze. Die Darbietungen der elfköpfigen Theatergrupp riss die anwesenden TV Mitglieder in diesem humorvollen Dreiakter immer wieder zu spontanem Beifall hin. Zunächst aber hieß der 1. Vorsitzende des TV Sulz, Oswin Faißt, alle Freunde des Turnvereins Sulz recht herzlich willkommen und war sichtlich über den sehr guten Besuch bei der traditionellen Jahresfeier erfreut. Dies zeige, so der Vorsitzende, dass der TV weiterhin eine sehr große Familie ist. Weiterhin dankte er allen, die im Vorfeld dieser Jahresfeier Ihn und seine Vorstandskollegen mit dem Aufbauen der Theaterbühne, schmücken und Bestuhlen der Sulzberghalle tatenkräftig zur Seite standen. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit flotten Weisen durch die neu formierte Tanzband „Colorados, ehe die TV Cheerleaders ein gekonnt einstudiertes Tanzstück zum Besten gaben.  Die Spannung lag danach förmlich in der Luft, hatten doch die Verantwortlichen des TV Sulz hinsichtlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums alle Register gezogen und einige ehemalige Laienschauspieler ein letztes mal zu mobilisieren. Gegen 20:00 Uhr war es dann soweit, das verwechslungsreiche Luststück „Sommernachtsträume in Sulz“ wurde aufgeführt und dabei hatten die TV Verantwortlichen wieder einmal ein gutes Gespür. Der kleine Kurort Sulz hat plötzlich über Nacht ein großes Problem. Ein Stückchen Hosenstoff ist ausgerechnet am Fenster der Damentoilette des neuen Gemeindehauses gefunden worden, das in Kürze eingeweiht werden soll. Dies lässt selbstverständlich nur einen einzigen Rückschluss zu, ein übler Spanner(Sigfried Wacker) befindet sich unter den Bürgern des Ortes. Aber nicht nur diese naheliegende Vermutung eines weiblichen Gemeindemitglieds(Waldtraud Nordau) beschäftigt den Herrn Pfarrer(Eckehard Kindle) an diesem denkwürdigen Tag, der seine Stube zum Dreh- und Angelpunkt für eine Feier zu machen scheint. Es geht jedenfalls recht bunt in der Pfarrerstube zu, wobei der Bürgermeister(Bernd Bolz) erfolglos mit dem Spruch, “In der Kürze liegt die Würze“ für seine Eröffnungsrede kämpft und  der Frauenchor(Gabi Kempf, Rosi Becherer, Maitta Kollmer, Marliese Kurz und Tina Eiermann) braucht so dringend eine Solistin für ihren Auftritt. Und zu guter letzt wird dem Pfarrer eine neue Haushälterin(Heike Stippich) untergejubelt, die allerdings wiederum von der aufgebrachten Damenwelt in spärlicher Bekleidung in Hochwürdens Wohnung erwischt wird. Und da war noch der sympathische Italiener Waldemar(Norbert Richini) der es allerdings ebenfalls Faustdick hinter den Ohren hatte. Und ab diesem Zeitpunkt scheint die ganze Sache in einen großen Konflikt auszuarten, der das ganze Sulzer Dorfgeschehen gewaltig in  Verruf bringt. Ganz zu schweigen von den Löchern, die in den Hosen der Sulzer entdeckt werden,  und sogar auch in der vom Herrn Pfarrer. Und die dann in dieser Häufung für die Sulzer Dorftratschen doch ziemlich erklärungsbedürftig sind. Hochwürden verliert langsam den Überblick doch er konnte doch noch in letzter Sekunde den Strick aus der Schlinge ziehen. Ende gut, alles gut? Weit gefehlt, in Sulz doch nicht. Der ehrsame Pfarrer verschwindet in letzter Minute  mit einer neuen Liebe und zwar klammheimlich und Sulz hatte nun einen echten Skandal.  Beim großen Finale versammelten sich noch einmal alle beteiligten Akteure auf der Bühne und wurden mit viel Beifall bedacht. Danach fand  die Ausgabe der Lose für die Tombola statt, die in innerhalb weniger Minuten einen reißenden Absatz fanden. Dies hatte aber auch seinen Grund, da neben zahlreichen kleineren und größeren Preisen  etliche Knüller zu gewinnen gab. Die diesjährige Jahresfeier klang dann mit harmonischen Klägern durch die Tanzband Colorados an einem der Sekt oder Bierstände aus.